Für Tiefbahnhöfe, Mehrrohr-Systeme sowie feuchte und geräuscharme Umgebungen bieten wir Lüfterausrüstung mit intelligenter Regelung, integrierter Geräuschminderung und feuchtigkeitsgeschütztem Design.
Die erste Bauphase der Pekinger Linie 3 ist 15,7 Kilometer lang und vollständig unterirdisch angelegt. Zehn Stationen sowie die dazwischenliegenden Abschnitte sind vollständig geschlossen. Das Lüftungs- und Klimaanlagensystem übernimmt drei Kernfunktionen: Gewährleistung des Fahrgastkomforts, Kühlung der technischen Anlagen sowie Rauchabzug im Brandfall. Die Warmluftlüfter als Energieträger des Systems müssen rund um die Uhr stabil laufen; dies stellt äußerst hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit.
Die Station Workers' Stadium weist eine maximale Einbettungstiefe von bis zu 39 Metern auf und zählt damit zu den tiefsten U-Bahn-Stationen in Peking. Der Lüftungsweg ist lang und der Widerstand hoch, weshalb der Ventilator eine höhere statische Druckleistung aufweisen muss. Bei der Auswahl sind daher Hochdruck-Zentrifugalventilatoren mit hoher Leistung erforderlich.
Die Linie umfasst sechs Umsteigestationen, darunter beispielsweise die Station Dongsi Shitiao, die mit der bestehenden Linie 2 verbunden werden muss, sowie die Station Gongren Stadium, die gleichzeitig mit der Linie 17 im Bau ist. Das Lüftungs- und Klimatisierungssystem muss die Zusammenführung mehrerer Systemluftkanäle, den Druckausgleich sowie die Brandmeldelinkage in einem begrenzten Raum sicherstellen, was die Abstimmung von Planung und Installation äußerst schwierig macht.
Linie 3 ist mit einem selbstreinigenden Luftreinigungssystem ausgestattet, bei dem der Ventilator tief in das elektrostatische Staubabscheidungsmodul und das intelligente Steuerungssystem integriert ist, um eine automatische Reinigung, Fernüberwachung und Fehlerwarnung zu ermöglichen. Dies erfordert eine hohe Abstimmung zwischen Ventilator und Luftreinigungseinrichtung hinsichtlich Luftstromführung und Steuerungslogik.
Unter den Betriebsbedingungen der bestehenden Linie 2 muss unter dieser eine neue Plattform für Linie 3 errichtet und die reservierte Plattform saniert werden. Die Anordnung des Lüftungsmaschinenraums ist durch die Baustruktur eingeschränkt, und der Hebezugang für Großgeräte ist eng. Einige Ventilatoren müssen daher zerlegt transportiert und vor Ort montiert werden, was das Bau-Risiko erhöht.
Die Station Workers' Stadium liegt 39 Meter tief unter der Erde und wurde mit der offenen Bauweise (Cut-and-Cover-Methode) errichtet. Die Maschinenraumumgebung ist feucht, und die Transportwege sind verwinkelt. Das Fundament für den Ventilator muss unter komplexen geologischen Bedingungen präzise betoniert werden, und die Montage der Schwingungsisolatoren wird leicht durch Feuchtigkeit beeinträchtigt. Wird keine spezielle korrosionsgeschützte Schraubenfeder-Schwingungsisolierung eingesetzt, kann es in Zukunft zu Setzungen oder Resonanzerscheinungen kommen.
Die Strecke führt durch städtische Kerngebiete wie Sanlitun und den Chaoyang-Park; die Stationen liegen in unmittelbarer Nähe zu Gewerbe- und Wohngebieten. Das Betriebsgeräusch der Ventilatoren darf 45 Dezibel nicht überschreiten. Es ist zwingend vorgeschrieben, leise Ventilatoren, schallabsorbierende Kanäle, flexible Verbindungen sowie schallisolierte Maschinenräume einzusetzen. Andernfalls ist mit Beschwerden zu rechnen.
In der Stationshalle und der technischen Ebene kreuzen sich Heizungs- und Lüftungskanäle häufig mit Feuerlöschwasserleitungen, Kabeltrassen und statischen Tragwerksbalken. Falls die Anordnung nicht vorab mittels BIM geplant wird, kommt es bei den Ein- und Auslasskanälen der Ventilatoren leicht zu Kollisionen mit anderen Leitungen, was zu Nacharbeiten oder einer Verringerung der Deckenhöhe führt und somit den Wartungsraum beeinträchtigt.
Der Rauchabzugsventilator muss im Brandfall automatisch aktiviert werden und mit dem FAS-System verknüpft sein. Da Linie 3 mit mehreren anderen Linien verbunden ist, sind die Grenzen der Brandabschnitte komplex, weshalb die Steuerungslogik des Ventilators präzise definiert werden muss. Während der Inbetriebnahmephase treten leicht Fehlalarme oder verzögerte Startvorgänge auf.